Meine ersten Erfahrungen mit Instagram

Ich befasse mich momentan sehr viel mit Marketing. Ich finde das Thema extrem spannend und Menschen wie Gary Vaynerchuk faszinieren mich.

In vielen „Werd reich in 37 einfachen Schritten“ Büchern die ich über die Jahre gelesen habe, wird das ganze recht einfach beschrieben. Entwickle eine tolle App und die Leute kommen. Nun bin ich sogar selber Entwickler und hab immer wieder Ideen, aber ich verliere mich schnell in Details und könnte Feedback gebrauchen.

Da kommt Social Media ins Spiel. Auch dieser Blog ist ein Versuch, meine Ideen zu Formulieren und im besten Fall sogar die Meinung anderer dazu zu lesen. Eine andere Möglichkeit um online mit anderen Menschen in Kontakt zu treten sind Instagram, Facebook und Twitter.

Instagram

Eigentlich bin ich genau das Gegenteil vom normalen Instagram User. Ich mache ungerne selber Fotos, mag keine Fotos von mir und interessiere mich eigentlich nicht sonderlich dafür, was andere Menschen heute gegessen haben und wie es aussah. Allerdings muss ich irgendwann mal mit anderen Menschen in Kontakt treten um im Internet irgendwas aufzubauen und da ist Social Media für mich schon angenehmer, als klassisches Networking…

Meine ersten Schritte

Ich habe am Anfang einfach ein Profil erstellt, mit dem ich Stock Fotos und Zitate aus dem Internet zusammengebastelt und gepostet hab. Am Anfang habe ich keine Text unter die Bilder geschrieben und auch keine Hashtags genutzt, dadurch kamen in den ersten Tagen kaum likes oder Follower hinzu.

Ich habe meine Bilder dann mit Hashtags versehen, die ich vorher anhand von ihrer Beliebtheit ausgewählt habe. So war #erfolg immer gerne genommen, da es in sehr vielen Deutschen posts vorkommt und scheinbar viele Leute nach #erfolg suchten. Auch #motivation, #machen oder #inspiration waren sehr beliebt und brachten viele likes.

Zu meiner Überraschung konnte ich nach einer Woche schon ca 100 Follower verzeichnen. Es wurde auch viel geliked und es wurden Smilies und „Top“ oder ähnliches kommentiert. Wirkliche Interaktion und Gespräche entstand aber nicht. Auch schwankte meine Followerzahl immer wieder, es kamen viele neue dazu, viele alte entfolgten mir aber auch.

Spamprofile und Bots auf Instagram

Wie bei jedem interessanten Spielzeug gibt es jemanden, der es nicht versteht und es kaputt macht.

Im Fall von Instagram sind das Spammer und Bots. Im ersten moment sind hohe Follower Zahlen schon interessant, auch ich habe ja zuerst darauf geguckt. Und um schnell an Follower zu kommen gibt es viele Profile, die wahllos anderen Nutzern folgen in der Hoffnung, das sie zurück folgen.

So hatte ich durch die englischen Hashtags plötzlich viele likes und Follower aus Amerika oder Asien, allerdings war mein Content auf deutsch, wirkliches Interesse an meinem Content war also nicht da.

Like und Follower Spam

Da ich erstmal nur lernen wollte und das von mir erstellte Profil nur ein anonymes Wegwerfprofil war, habe ich das ganze auch mal ausprobiert.

Ich hab nach beliebten Hashtags gesucht und jeden Beitrag geliked. Dadurch kamen sehr viele Likes zurück, es haben auch einige Leute gefolgt. Aber wirklich viel neue Interaktion hat sich dadurch auch nicht ergeben.

Als nächstes fing ich an, anderen Nutzern zu folgen. Hierbei hab ich aber nicht auf interessanten Content geachtet, sondern bei anderen Profilen die Follower nach Nutzern durchsucht, die vielen folgen obwohl sie selber wenig Follower haben. Ich hatte die Idee, das diese Nutzer nicht entfolgen, wenn man ihnen später nichtmehr folgt. Denn ich war ja nicht an ihrem Content interessiert und ich wollte vermeiden, das ich mit dem Profil zuvielen Leuten folge.

Meine Überlegung war hier, das auch dies Leute abschreckt und es andersrum mein Profil interessanter erscheinen lässt, wenn mir mehr Leute folgen als ich Abonniert habe.

Durch das gezielte folgen und entfolgen von Profilen ist meine Followerzahl explodiert. Innerhalb von 2 Wochen habe ich rund 300 Follower dazugewonnen. Auch meine Likes stiegen an, allerdings nicht im gleichen Verhältnis wie vorher. Es kamen auch immer noch keine interessanten Kommentare.

Aber es gab auch Lichtblicke

Nach einigen Wochen des stumpfen Profil checken,folgen, liken und entfolgen wurde mir das ganze zu doof. Die einzigen netten Kommentare und Gespräche hatte ich mit Leuten, auf deren Profilen ich kommentiert habe. Dies habe ich immer nebenbei gemacht, wenn einer der Posts in meiner Timeline mich wirklich interessiert hat.

Auch durch Direktnachrichten an andere Nutzer konnte ich einige Interessante Menschen kennen lernen. Ich hab immer mal wieder andere Nutzer angeschrieben, deren Content ich spannend fand und an die ich Fragen hatte. Das hat extrem gut geklappt und da ich wirklich nichts verkaufen oder von denen haben wollte, fühlte ich mich auch nicht wie ein Staubsaugervertreter, ganz anders als beim gespamme.

Nächste Schritte

Meine ersten Erfahrungen mit Instagram haben mir gezeigt, das es nichts bringt, sich zu verstellen. Daher habe ich mir ein Profil gemacht, in dem mein Bild und mein echter Name steht, mittlerweile habe ich auch diesen Blog gestartet und dort verlinkt und hoffe einfach, das es dadurch etwas natürlicher und damit für mich einfacher klappt, auf Instagram interessante Menschen kennen zu lernen.

Ideen und Konzepte

Ich hab selber viele Ideen und muss auch beruflich immer wieder aus Ideen von Kunden ein Konzept für ein Feature entwickeln und dieses dann umsetzten.
Ein Konzept basiert immer auf einer Idee, um ein Problem für eine Zielgruppe zu Lösen. Aus der Idee ergeben sich ToDos, die am Ende zu einer Lösung des Problems führen.
Im Beruf ist die Zielgruppe der Kunde, die Idee kommt von ihm und es ist klar, wann das Problem gelöst ist, nämlich wenn der Kunde keine neuen ToDos definiert.
Für meine eigenen Ideen funktioniert das ganze aber leider überhaupt nicht. Um das zu demonstrieren, hier ein Beispiel eines meiner Luftschlösser.

Beispiel: Software für NGOs

Ich träume schon lange davon, neben meine Job kleiner Software Projekte für kleine Unternehmen umzusetzen.
Um mich als Entwickler aber zu präsentieren, brauche ich Referenzen. Daraus entstand unter anderem die Idee, Software für Wohltätige Organisationen wie Tierheime, NGOs oder Flüchtlingsprojekte zu entwickeln und diese Referenzen zu nutzen.
NGOs haben meist nur ein Überschaubares Budget für Software. Für Individualentwicklung ist dort meist kein Geld vorhanden, daher wird fertige Business Software genutzt. Diese ist aber meist auf die Bedürfnisse von großen Unternehmen zugeschnitten und schwer zu bedienen.

Idee:

Möglichst effektive Software für non Profit Organisationen entwickeln.

Problem:

Es ist kein Geld da, um ein normales Entwickler Team zu bezahlen.

Lösung:

Wir entwickeln die Software umsonst, um sie als Referenz zu nutzen.

Los gehts

Die Idee ist jetzt formuliert, man könnte eigentlich schon Anfangen zu entwickeln.
Ein Webprojekt wird es bestimmt, also schonmal Server vorbereiten, eine Datenbank anbinden, erste Tests schreiben, eine Testautomatisierung aufsetzten. Eine Nutzerverwaltung braucht auch jede Software, also schonmal einbauen.
Aber wie soll das ganze im Web laufen? Unter welche Adresse sind wir zu erreichen? Also einen Server mieten, eine Domain registrieren und schonmal eine einfache Landingpage bauen. Das Layout sieht zwar doof aus und das Logo ist auch eher mittelmäßig, aber das wird noch.
Jetzt sind 4 Wochen um und mir gehen langsam die einfachen ToDos aus. Außerdem ist Spieleentwicklung ja auch sehr spannend und ich wollte schon immer mal ein Spiel entwickeln… Also Idee formulieren, Webserver aufsetzten, Datenbank anbinden und so weiter.
So oder so ähnlich sind leider schon sehr viele meine Ideen im Sand verlaufen. Mein Rechner ist voll von Angefangenen Projekten, 1-10 Seiten langen Notizen, Mindmaps und Designentwürfen.

 

Luftschlösser

Auch dieser Artikel entsteht, weil ich keine Lust habe, an einer anderen Idee weiter zu arbeiten.
Was mich immer wieder ausbremst ist der Moment, in dem ich die Idee verfeinern möchte und die Details angucke. Jede neue Schritt wirft Probleme auf, ich treffe immer mehr Annahmen über „den Markt“ oder „die Kunden“ ohne wirklich zu wissen, ob es so sein wird.
Um beim Beispiel von oben zu bleiben:

  • Wollen NGOs überhaupt Software, die ein Entwickler den sie nicht kennen und der keine Referenzen hat, einsetzen?
  • Hat dort überhaupt jemand Zeit, um mir beim Konzept zu helfen und die Software zu testen?
  • Gibt es nicht vielleicht schon Software, die extra auf NGOs zugeschnitten ist?
  • Wird das ganze überhaupt als wichtiges Problem wahrgenommen?

Um diese Fragen zu beantworten, muss ich noch keine Software schreiben. Ich kann per Email oder Social Media mit unendlich vielen Menschen auf der Welt in Kontakt treten und sie nach ihrer Meinung zu meiner Idee befragen.
Das habe ich auch schon für einige meiner Ideen getan, aber ohne eine Webpräsents oder Referenzen muss ich immer wieder beschreiben, wer ich bin, was ich vor habe und wie die Leute mir helfen sollen.
Auch wenn sich ein paar Menschen tatsächlich Zeit genommen haben und mir viele Interessante Infos gegeben habe, war das meiste Feedback eher negativ.
Und es fühlte sich auch falsch an. Ich setzt mich hin, schreibe ein paar Stunde wilde Ideen auf und verlange dann von Leuten, die sowieso schon viel mit ihren eigenen Projekten zu tun haben, das sie sich dafür Zeit nehmen.
Dahinter steckt wohl der Gedanke, das eine Idee was besonderes ist. Du brauchst nur die eine Idee für eine tolle App und du bist reich. Das ist natürlich quatsch. Die Idee für Facebook war „Myspace für Unis“, die Idee von Instagram war „Facebook für Bilder“. Es geht um die Details, ums Timing und die Ausführung.

Mehr Struktur

Um eine Idee genauer auszuformulieren und möglichst strukturiert zu dokumentieren fehlt mir aber das richtige Framework. Bisher nutze ich dazu Mindmaps, Notizen und Zeichnungen. Allerdings habe ich für alles eigene Programme, die Daten zu verknüpfen ist schwierig. Außerdem fehlt mir eine Struktur, um meine Ideen und Notizen möglichst vergleichbar zu ordnen.
Wenn ich die Ideen strukturiert ablegen würde und ggf. Fragen die zu einer Idee aufkommen auch auf eine andere Anwenden würde, könnte ich die Ideen vergleichen und verfeinern. Jede neue Fragestellung andere Ideen angewendet werden und so helfen, diese zu verfeinern. Zusätzlich könnte eine einheitliche Representation der Ideen helfen, sie anderen näher zu bringen und ihr Feedback zu sammeln.
Man könnte Probleme, Lösungen und Ideen getrennt betrachten. Aus einer Idee lassen sich verschiedene Probleme für verschiedene Zielgruppen ableiten und es gibt für jedes Problem verschiedene Lösungen. Außerdem besteht ein Problem meist aus vielen kleineren Problemen, die gesondert gelöst werden können.

Ein Versuch

Auf das NGO Problem angewendet ergibt das folgendes Muster:

Idee:

Um Referenzen zu generieren entwickle ich kostenlos Software für Wohltätige Unternehmen und NGOs

Probleme:

  1. Es ist kein Geld da, um ein normales Entwickler Team zu bezahlen.
  2. Wollen NGOs überhaupt Software, die ein Entwickler den sie nicht kennen und der keine Referenzen hat, einsetzen?
  3. Hat dort überhaupt jemand Zeit, um mir beim Konzept zu helfen und die Software zu testen?
  4. Gibt es nicht vielleicht schon Software, die extra auf NGOs zugeschnitten ist?
  5. Wird das ganze überhaupt als wichtiges Problem wahrgenommen?

 

Problem 1 ist erstmal nur eine Annahme. Um sie zu belegen muss Nachforschung betrieben werden. Zum einen kann man erstmal gucken, was verschiedene NGOs überhaupt an Software einsetzten. Gibt es welche, die Individualsoftware haben? Wie sind deren Erfahrungen?
Für Problem 2 muss man  einfach bei möglichst vielen NGOs möglichst nett und unaufdringlich Anfragen. Es gäbe aber auch die Möglichkeit, dieses Problem weiter nach hinten zu schieben und das Gesamtkonzept und einen Prototypen als Referenz zu nutzen.
Problem 3 kann nicht gelöst werden, sondern ist eher eine Beschränkung, die für das gesamte Projekt gilt. Man verkauft kein Produkt oder eine Dienstleistung, die dem Kunden direkt Geld bringt, zumal der Kunde in diesem Fall nicht mal Gewinnorientiert arbeitet. Es muss also immer bedacht werden, das man den Kunden möglichst wenig Zeit stiehlt.
Für Problem 4 ist erstmal Recherche nötig, außerdem können auch hier Kunden befragt werden.
Problem 5 und Problem 1 gehören zusammen.

Lösungen

Aus den Überlegungen ergibt sich danach folgendes Bild

  1.  Es ist kein Geld da, um ein normales Entwickler Team zu bezahlen.
    1. Recherche: Welche Software setzten NGOs ein.
    2. Feedback: NGOs fragen, welche Software sie einsetzten und wie ihre Erfahrungen sind.
  2. Wollen NGOs überhaupt Software, die ein Entwickler den sie nicht kennen und der keine Referenzen hat, einsetzen?
    1. Marketing: Eine Idee so gut verkaufen, das NGOs dir zuhören und dir Zeit opfern.
    2. Abwarten: Je mehr Arbeit in das Konzept fließt, desto unwichtiger wird dieses Problem.
  3. Hat dort überhaupt jemand Zeit, um mir beim Konzept zu helfen und die Software zu testen?
    1. Brainstorming: Wie kann man möglichst viel Feedback sammeln, ohne die Zeit der Kunden zu stark zu strapazieren?
  4. Gibt es nicht vielleicht schon Software, die extra auf NGOs zugeschnitten ist?
    1. Recherche: Welche Konkurrenzprodukte gibt es? Bezahlt oder Open Source?
    2. Feedback: Welche Software setzen sie ein? Wer hat sie Aufgesetzt? (Selber oder Dienstleister?)
  5. Wird das ganze überhaupt als wichtiges Problem wahrgenommen?
    1. Recherche: Gibt es Blogbeiträge, Forenposts oder ähnliches zu dem Thema? Haben sich NGOs dazu geäußert?
    2. Brainstorming: Welche Probleme sehe ich in der bestehenden Software und wie könnte ich sie Lösen?

Das sind nur die ersten Punkte, die mir dazu eingefallen sind, es gibt natürlich noch viel mehr Lösungen.Wenn man hier jetzt die Lösungen sammelt, ergeben sich folgende Kategorien:

Feedback:

  • NGOs fragen, welche Software sie einsetzten und wie ihre Erfahrungen sind.* Welche Software setzen sie ein? Wer hat sie Aufgesetzt? (Selber oder Dienstleister?)
    Recherche:
  • Welche Software setzten NGOs ein.
  • Welche Konkurrenzprodukte gibt es? Bezahlt oder Opensource?
  • Gibt es Blogbeiträge, Forenposts oder ähnliches zu dem Thema?
  • Haben sich NGOs dazu geäußert?

Marketing:

  • Eine Idee so gut verkaufen, das NGOs dir zuhören und dir Zeit opfern

Abwarten:

  • Je mehr Arbeit in das Konzept fließt, desto unwichtiger wird dieses Problem.

Brainstorming:

  • Wie kann man möglichst viel Feedback sammeln, ohne die Zeit der Kunden zu stark zu strapazieren?
  • Welche Probleme sehe ich in der bestehenden Software und wie könnte ich sie Lösen?

Daraus ergeben sich jetzt schon einige ToDos und es ergibt eine Struktur. Jede Recherche wird ein Dokument erzeugen, in dem die Frage beantwortet wird, Quellen angegeben werden und Ideen, Lösungen und neue Probleme verknüpft werden können.
Aus dem Feedback kann man nach Zielgruppen gefiltert Fragebögen entwickeln und die Antworten dokumentieren. Auch daraus werden sich wieder neue Verknüpfungen ergeben.
Zum Marketing kann man Ideen entwickeln und diese auch wieder aufdröseln.
Abwarten und Brainstorming sind selbsterklärend und generieren weiteren Content für das Projekt.
Somit fasst ein Projekt Ideen, Probleme und Lösungen zusammen. Ein Projekt entwickelt sich immer weiter, jede Lösung schafft wieder andere Probleme. Lösungen, Probleme und Ideen können beliebig verknüpft werden und in verschiedenen Projekten genutzt werden.
Das ganze würde sich wahrscheinlich ziemlich gut in eine App gießen lassen…und da geht es schon wieder los….

Die neue Rolle von Javascript auf dem Server

Ein alter Blogpost den ich 2012 als Gastbeitrag für einen Blog geschrieben habe, dessen Namen ich leider vergessen habe… daher veröffentliche ich ihn hier einfach nochmal.

 

In diesem Artikel möchte ich erlären, warum ich daran glaube, dass Javascript eine neue Rolle als vollwertige Programmiersprache einnehmen wird. Einen Geschichtexkurs und eine Einführung in Javascript spare ich mir an dieser Stelle, das haben andere schon besser gemacht (siehe HTML&CSS lernen, dann runterscrollen zu Javascript).

 
Die Rolle von Javascript bisher

Javascript ist bei vielen Programmieren als “die Client Sprache” verschrien. Dort wird es meist genutzt, um im Browser dynamisches Verhalten zu ermöglichen, Daten zu validieren oder asynchrone Events auszulösen und zu verarbeiten. Der Code wird mit dem HTML und CSS an den Browser geschickt und dort ausgeführt.

 
Und dann kam Node…

Javascript kann aber mehr. Durch neue Umgebungen wie node.js oder vert.x ist es möglich, Javascript auch ohne Browser auszuführen und damit Webserver und Applikationen zu erstellen. Das war bisher aufgrund mangelnder Umgebungen und Community sehr schwer und nicht massentauglich. Doch jetzt ist ein neuer Hype um Javascript ausgebrochen, Node.js wirbt mit non-blocking und event-driven, vert.x ist noch non-blockiger und viel event-getriebener und der nächste Konkurent wird es noch besser machen. Ob nun Node oder vert.x, fakt ist: Javascript ist nichtmehr nur auf den Browser beschränkt.

 
Das Grauen

Es ist sehr interessant was ich von älteren Programmieren hörte, mit denen ich über dieses Thema sprach:

  • Javascript, das ist doch nur für Pixelgeschubse
  • Javascript hat eine furchtbare Syntax
  • Javascript kennt keine Klassen, warum die Objektorientierung aufgeben?
  • Eine Scriptsprache für große Applikationen? Das kann nicht klappen!
  • Der Hype ist bald wieder vorbei

All diese Aussagen lassen sich auf ein Problem zurückführen: Die meisten Programmierer haben schon ein wenig Javascript geschrieben, aber die Sprache nicht verstanden. Zwar kam kein Webentwickler daran vorbei, mal ein paar Zeilen Javascript zu schrieben, um einen AJAX Call abzusetzten, aber wie Javascript wirklich funktioniert, was Prototypen sind oder wie genau die Scops aussehen, wussten die wenigsten.
Natürlich ist die Kritik nicht unberechtigt. Es gibt grobe Schnitzer in der Syntax (2..toString() ) und das vertraute Konzept der Klassen ist auch nicht eingebaut, aber diese dunklen Ecken gibt es in jeder Sprache.

 
Eine Chance für Anfänger

Die Sprache für die ersten Schritte nicht sehr komplex. Die Einstiegshürde ist im Gegensatz zu den meisten anderen Sprachen sehr gering, die ersten Ergebnisse können im Browser gesehen werden, ohne zu komplilieren, Bibliotheken einzubinden oder eine komplizierte IDE zu verstehen. Man braucht nur Programme, die auf jedem Rechner vorhanden sind. Somit kommen Neulinge sehr leicht in die Sprache rein und können mit ein wenig HTML(5), CSS(3) und Javascript schon vorzeigbare Ergebnisse abseits des Hallo Welt oder eines Taschenrechners erzielen.
Das gleiche gilt nun auch für die Entwicklung abseits des Browsers. Auch hier wird keine große IDE gebraucht, es wird kaum Frameworkwissen benötigt und durch den momentanen Hype gibt es an jeder Ecke Tutorials. Der Einstieg ist also sehr einfach.

 

Und jetzt noch HTML5 und CSS3

Wer HTML5 und CSS3 benutzt, wird zwangsläufig irgendwann Javascript anfassen müssen. Also warum nicht diese Sprache auf dem Server nutzten? Warum nicht eine Sprache richtig gut lernen anstatt ein bisschen Javascript, ein bisschen PHP/Java/Ruby und noch ein wenig SQL(mit noSQL gibt es auch hier einen oft Javascript-artige neuen Ansatz). Warum nicht Code zwischen dem Client und Browser teilen? Bei langsamen Clients Code auf dem Server ausführen, bei schnellen Clients den Server entlasten?

 

Also alles hinschmeißen und umsatteln?!

Natürlich soll dieser Artikel nicht dazu aufrufen, sofort seine PHP Bücher zu verbrennen (wobei..) und sich in die Javascript Backend Entwicklung zu stürzen. Noch ist das ganze, wie auch HTML5, in der Entstehungsphase, aber da kommt etwas großes. Aber ich denke der Markt wird wachsen und wer sich jetzt darauf vorbereitet, wird ein Experte sein wenn der Rest der Welt sich damit befassen muss.

Hallo Welt

Es ist keine 10 Jahre her, seit ich das erste mal überlegt habe, ob ich einen Blog starten sollte….Tada!!!

Auf diesem Blog möchte ich ungeordnet Artikel rund um Softwareentwicklung und Internet Gedöns veröffentlichen

Wer schreibt hier

Mein Name ist Daniel, ich komme aus Hamburg und arbeite als Softwareentwickler.
Ich hab 2008 eine Schulische Ausbildung zum Technischen Assistenten für Informatik gemacht, 2009 mein Fachabitur und dann 4 Semester Angewandte Informatik studiert. 2010 habe ich begonnen als Werkstudent zu arbeiten, 2011 habe ich in der gleichen Firma als Entwickler angefangen.

Ich befasse mich seit 2011 mit Javascript und Node.js und versuche auch in meinem Job, möglichst viele Projekte mit diesen Technologien umzusetzen. Außerdem finde ich Test Driven Design und Clean Code extrem spannend und versuche auch in diesem Bereich besser zu werden.

Seit langem drücke ich mich davor, etwas von mir ins Internet zu stellen. Wen interessiert das schon? Was denken andere? Mache ich mich damit zu wichtig? Aber mittlerweile ist mir klar, das ich das ganze vor allem für mich machen möchte. Ich schreibe sowieso schon viel auf, bisher aber nur als Notizen in Evernote oder in Textdokumenten auf meinem Rechner. Da liegt es dann und wird irgendwann gelöscht. Das find ich schade und wenn jemand sich wirklich die Mühe macht, meinen Blog zu lesen und mir damit auf die Nerven zu gehen, ist das immerhin Feedback…

Also einfach mal machen.